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Text von Seite 44 aus dem Katalog Schneckengetriebe, Getriebemotoren

Seite 44 aus dem Katalog Schneckengetriebe, Getriebemotoren von GFC AntriebsSysteme GmbH

Die Montage der An- und Abtriebselemente kann mit Hilfe einer Aufziehvorrichtung oder durch Erwärmung des entsprechenden Teiles durchgeführt werden. Bei der Montage von Kupplungen ist gesondert zu beachten: • Die Montage erfolgt unter Berücksichtigung der Betriebs- und Montageanleitung des Kupplungsherstellers. • Zum Ausgleich von Montageungenauigkeiten empfehlen wir den Einsatz von elastischen Kupplungen. Kupplungen bei einer Umfangsgeschwindigkeit bis 20 m/s sind statisch und bei größerer Umfangsgeschwindigkeit dynamisch auszuwuchten.

4.4.2. Hohlwelle zum Anbau einer Schrumpfscheibe Spannschrauben dürfen nicht ohne eingebaute Welle angezogen werden, da dies zu plastischen Verformungen der Hohlwelle führen kann. Montage der Schrumpfscheibe: 1. Distanzstücke zwischen Außenringen entfernen (falls vorhanden) 2. Schrauben von Hand leicht anziehen, der Innenring muss dabei noch drehbar sein. 3. Sitzstelle des Nabenteils für die Schrumpfscheibe leicht einfetten. 4. Hohlwellenbohrung und Arbeitsmaschinenwelle im Pressbereich sorgfältig entfetten 5. Welle einbauen bzw. Aufsteckgetriebe auf Arbeitsmaschinenwelle schieben, der Bereich der Schrumpfverbindung muss hierbei vollständig ausgenutzt werden. 6. Spannschrauben gleichmäßig der Reihe nach (nicht über Kreuz) im Uhrzeigersinn anziehen. Hierbei sind mehrere Umläufe erforderlich, bevor das geforderte Schraubenanzugsmoment erreicht wird. 7. Um ein Durchrutschen zu erkennen, muss die Position zwischen Vollwelle der Arbeitsmaschine und Hohlwelle des Getriebes gekennzeichnet werden. Demontage der Schrumpfscheibe: 1. Spannschrauben der Reihe nach gleichmäßig Lösen, um ein Verkannten des Innenrings zu vermeiden. 2. Lösen der Flasche vom Konus des Innenringes. 3. Ausbau der Welle bzw. Abziehen des Aufsteckgetriebes von der Arbeitsmaschine.

4.3. Getriebe mit Bohrung in der Antriebswelle (Primärhohlwelle) geeignet zum Anbau eines IEC-Normmotors • Die Leistungsdaten des eingesetzten Motors müssen mit den angaben auf dem Leistungsschild des Getriebes übereinstimmen. • Betriebsanleitung des Motors muss berücksichtigt werden • Schraubenanzugsmomente Montage des IEC - Normmotors: 1. Primärhohlwelle und Läuferwelle von Verunreinigungen säubern 2. Auf der Läuferwelle ist ein geeignetes Gleitmittel zur Vermeidung von Passungsrost aufzutragen. 3. Motor auf Primärhohlwelle montieren und Motorflansch unter Verwendung von Schrauben der Festigkeitsklasse 8.8 mit dem Getriebe verbinden. Alle Schrauben sind mit dem entsprechenden Drehmoment zu montieren.

4.4. Aufsteckgetriebe Hohlwellen-Getriebe können direkt auf die Welle der anzutreibenden Maschine gesteckt und axial festgelegt werden. Bei Flanschgetrieben ist darauf zu achten, dass die Befestigungsfläche sich genau rechtwinklig zur Achse der anzutreibenden Maschine befindet, um ein Verspannen von Getriebe und Arbeitsmaschine zu vermeiden. Um die Montage und Demontage zu erleichtern, kann bei Passfederverbindungen die Welle mit einem korrosionsschützenden Mittel eingestrichen werden.

4.4.3. Montage von Drehmomentstützen Das Abtriebsmoment ist durch eine am Gehäuse befestigte Drehmomentstütze unter Verwendung eines elastischen Elementes aufzunehmen. Die Lagerung des Befestigungsbolzens hat dabei auf beide Seiten zu erfolgen. Um zusätzliche Biegebeanspruchungen zu vermeiden, ist die Drehmomentstütze stets auf der Maschinenseite des Getriebes anzuordnen. Der Hebelarm sollte ca. 2,5 mal Achsabstand des Getriebes betragen. Bei der Verwendung von Spannschlössern oder ähnlichen Abstützvorrichtungen ist die wirksame Hebellänge gleich der kürzesten Verbindung zwischen Spannschlossachse und Hohlwelle. Eine direkte Befestigung des Getriebes auf der Fundamentplatte, bei gleichzeitiger Lagerung der Maschinenwelle in der Nähe des Getriebes ist in jedem Fall zu vermeiden. Zur Befestigung der Drehmomentstütze am Gehäuse des Getriebes sind Schrauben der Festigkeitsklasse 8.8 zu verwenden. Alle Schrauben sind mit dem entsprechenden Drehmoment zu montieren.

4.4.1. Hohlwelle mit Passfedernut Die Abstützung des Drehmomentes sollte über eine Drehmomentstütze mit elastischer Buchse erfolgen. Dadurch werden Drehmomentstöße gedämpft und Verspannungen verhindert. Durch Verformungen der Arbeitsmaschinenwelle ist der entstehende Versatz an der Antriebswelle des Getriebes zu beachten. Es wird empfohlen den Motor direkt anzuflanschen bzw. Gelenkwellen zu verwenden. Die Montage der Aufsteckgetriebe erfolgt mit Hilfe einer Aufziehvorrichtung, um Schädigungen an den Zahnflanken, der Wälzlager, dem Gehäuse und der Welle zu vermeiden. Um ein Abziehen der Aufsteckgetriebe zu erleichtern, kann in das Wellenende der Arbeitsmaschine vor der Montage eine Bohrung gemäß den Bildern 4.3 – 4.5 vorgesehen werden. Durch diese Bohrung soll nach Anschluss eines Injektors oder einer Pumpe im Bedarfsfall Rostlöser an den Radkörpersitz gebracht werden. Hierzu ist es erforderlich, dass die Querbohrung im Bereich der Ausdrehung der Hohlwelle mündet. Zur Vermeidung von Tribokorrosion empfiehlt es sich, die Welle der Arbeitsmaschine mit einem Oberflächenschutz zu behandeln.

5. Inbetriebnahme Vor Inbetriebnahme muss der vorgegebene bauformgerechte Ölstand kontrolliert und ggf. korrigiert worden sein (siehe Abschnitt 6.3)

5.1. Einlaufvorgang Vor Inbetriebnahme ist zu überprüfen, ob die vorgesehene Entlüftung nicht durch Farbreste oder sonstige Verunreinigungen verstopft ist. Eine verstopfte Entlüftung führt zu einem erhöhten Innendruck und damit zu Undichtheiten.

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